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Verkehr

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Aktueller Stand:

  • Der Planfeststellungsbeschluss zur K22 ist gefasst. Allerdings wird der Bau der K22 durch zwei Anlieger verzögert, die gegen den Planfeststellungsbeschluss klagen. Es ist davon auszugehen, dass sich das Gerichtsverfahren bis ins Jahr 2021 hinziehen wird. Es wird zunächst versucht in einem Mediationsverfahren eine einvernehmliche Lösung zu erzielen.
  • Der dreispurige Ausbau der A23 hat es in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes geschafft. Mit ersten Ausmessungen an der A23 wurde im Mai 2020 begonnen.

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Die Verkehrsbelastung im Tornescher Zentrum hat durch die wachsende Einwohnerzahl in Tornesch und den umliegenden Gemeinden längst ein unerträgliches Ausmaß erreicht und bedarf dringend einer nachhaltigen Entlastung! Dabei haben wir als CDU alle Verkehrsteilnehmer im Blick. Wir wollen die Straßen entlasten, indem wir das Bus- und Bahnangebot stärken und zugleich die Attraktivität für Radfahrer steigern. Zusätzlich setzen wir auf den Bau einer Umgehungsstraße, der K22, damit ein Teil des Verkehrs gar nicht erst durch das Tornescher Zentrum fließt. Nur mit einem ganzen Blumenstrauß an Attraktivitätssteigerungen über alle Verkehrsteilnehmer hinweg werden wir es schaffen dem zunehmenden Verkehr in Tornesch und in unserer Region Herr zu werden.

Umgehungsstraße K22

Die Umgehungsstraße K22 soll den Verkehr von Uetersen aus über die Große Twiete, den Wischmöhlenweg und den Großen Moorweg um den Tornescher Ortskern herum bis hin zum Kreisel auf die Ahrenloher Straße führen. Dazu wird überwiegend die bereits vorhandene Trasse genutzt werden. Lediglich auf einem Teilstück von 800 Metern im Ortsteil Esingen ist eine neue Trasse geplant. Hier soll unter der Bahnlinie ein Tunnel entstehen, um im Gegenzug die beschrankten Bahnübergänge im Gärtnerweg und an der Denkmalstraße zu schließen. Die CDU unterstützt den Vorschlag, den Tunnel gleich so zu bauen, dass ein zusätzliches Bahngleis über den Tunnel entlanggeführt werden kann, damit wir uns die Perspektive auf ein drittes Bahngleis zwischen Elmshorn und Eidelstedt offenhalten.

Die Gesamtlänge der Trasse beträgt 5,45 km. Davon wurden 2004 die ersten 1,2 km auf dem Großen Moorweg zwischen dem Kreisel an der Ahrenloher Straße und der Kreuzung beim Lindenweg für rund 3 Mio. Euro fertiggestellt.

Laut – zugegebenermaßen veralteter – Schätzung des Kreises Pinneberg von 2013 werden sich die Gesamtkosten für die K22 auf über 30 Mio. Euro belaufen. Rund 75% der förderfähigen Kosten wird das Land Schleswig-Holstein tragen. Die restlichen 25% der förderfähigen Kosten trägt der Kreis Pinneberg. Die nicht förderfähigen Kosten übernehmen die Städte Tornesch und Uetersen.

Auch wenn seit rund 40 Jahren von einer kleinen Minderheit gegen die K22 gekämpft wird, haben Politik und Verwaltung mittlerweile ihre Hausaufgaben in Sachen K22 gemacht. Es gibt eine politische Mehrheit für die Umgehungsstraße im Pinneberger Kreistag und der Planfeststellungsbeschluss ist gefasst. Allerdings wird der Planfeststellungsbeschluss momentan von zwei Personen beklagt. Es ist davon auszugehen, dass sich das Gerichtsverfahren bis ins Jahr 2021 hinziehen wird. Außerdem fehlen noch zwei kleine Flächen in Esingen, um die K22 vollständig bauen zu können.

Acht Argumente für die K22

  1. Im Ortskern wird der Verkehr um bis zu 15 % entlastet. Davon profitieren nicht nur die Anwohner an der Jürgen-Siemsen-Straße und im Abschnitt der Ahrenloher Straße bis zum Kreisel, sondern alle Tornescher, die sich im Ortskern aufhalten.
  2. Es entsteht eine schnelle Verbindung zwischen Uetersen und der Autobahn A23 mit nur wenig Ampeln.
  3. Der Ausbau der K22 erfolgt weitgehend flächenschonend durch Nutzung der bestehenden Trasse.
  4. Dadurch, dass zwei beschrankte Bahnübergänge durch einen Tunnel ersetzt werden, erhöht sich die Verkehrssicherheit.
  5. Im Vergleich zu anderen Varianten hat die K22 eine gute Chance auf zügige Realisierung, da bereits ein Bauabschnitt fertiggestellt ist und für die weiteren Bauabschnitte ein Planfeststellungsbeschluss vorliegt.
  6. Es entsteht an der nördlichen Seite der K22 ein durchgängiger Fuß- und Radweg von Tornesch bis Uetersen.
  7. Ein Großteil der K22 wird vom Land Schleswig-Holstein und vom Kreis Pinneberg finanziert.
  8. Die teure Behelfsbrücke über den Ohrtbrookgraben fällt weg.

Zustand der Straßen

Als CDU vertreten wir den Ansatz, Straßen und Wirtschaftswege frühzeitig zu sanieren, ehe sie zur Buckelpiste werden. Das erspart den Anliegern nicht nur viele rumpelige Fahrten und den Blick auf eine Schlaglochwüste, sondern ist auch gut für den Tornescher Haushalt. Laufende Straßensanierungen, bei denen nur die oberste Deckenschicht erneuert werden muss, sind nämlich deutlich günstiger als einmalige Kompletterneuerungen.
Doch nicht für alle Straßen, die durch Tornesch verlaufen, ist die Stadt Tornesch zuständig. Beispielsweise handelt es sich bei der Ahrenloher Straße (L110) und der Esinger Straße (L107) um Landesstraßen. Erstere wurde im Sommer 2019 saniert. Obwohl auch wir uns nicht gerade über die Verkehrseinschränkungen im Zuge der Sanierung der Ahrenloher Straße gefreut haben, bewerten wir es positiv, dass die CDU-geführte Landesregierung den Sanierungsstau auf den Landesstraßen in Angriff genommen hat. Andernfalls hätte sich der Zustand der Ahrenloher Straße weiter verschlechtert und in ein paar Jahren eine noch längere Sperrung gedroht.

Anstehende Sanierung:

- Deckensanierung in der Pommernstraße

Untertunnelung nach Prisdorf

Täglich stehen Hunderte von Autofahrer am Bahnübergang zwischen Tornesch und Prisdorf und warten darauf, dass sich die Schranken öffnen. Eine Tendenz, die sich verstärken wird, da die Forderung nach weiteren Zügen zwischen Tornesch und Hamburg zwangsläufig mit längeren Schließzeiten am Bahnübergang einhergehen wird. So sehr wir uns über die Bahnanbindung in Tornesch auch freuen, Zeit an Bahnübergängen verbringen wir ungern. Daher fordern wir als CDU Tornesch die Untertunnelung des Bahnübergangs nach Prisdorf. Vor allem seitdem der Westring zwischen Prisdorf und der Autobahnanschlussstelle Pinneberg-Nord fertiggestellt ist, könnte die Strecke über einen Tunnel am Bahnübergang Prisdorf eine attraktive Alternativ- und Ausweichstrecke zur Ahrenloher Straße in Richtung A23 sein.

Parkplätze

Tornesch wächst. Die Innenstadt verdichtet sich zunehmend. Grundstücke werden in zweiter Bautiefe erschlossen. In der Folge nimmt mit der Zahl der Einwohner auch die Zahl der Fahrzeuge in Tornesch zu. Parkplätze werden rar. Um dem entgegenzuwirken, hat die CDU in der letzten Wahlperiode eine Stellplatzsatzung mit dem Ziel durchgesetzt, dass bei Neubauten ausreichend Parkplätze für Bewohner und Besucher vorgehalten werden.

Auszug aus der Stellplatzsatzung

Nutzungsart Zahl der Stellplätze für PKW
Einfamilien, Doppel- und Reihenhäuser 1,5 je Wohnung
Mehrfamilienhäuser 1 je Wohnung mit einer Wohnfläche unter 100m²
1,5 je Wohnung mit einer Wohnfläche über 100m²
Seniorenwohnungen 1 je Wohnung
Büro- und Verwaltungsflächen allgemein 1 je 50 m² Nutzfläche, mind. 1 je 2 Beschäftigte
Räume mit erheblichem Besucherverkehr
(Schalter‐, Abfertigungs‐, Beratungsräume,
Kanzleien oder Praxen)
1 je 30 m² Nutzfläche,
jedoch mind. 1,5 je Beschäftigten; mind. jedoch 3
Laden, Geschäftshäuser 1 je 40 m² Verkaufsnutzfläche, jedoch mind. 2 je Laden
Einkaufszentren, großflächige Handelsbetriebe gem. § 11 Abs. 3 BauNVO 1 je 20 m² Verkaufsfläche

 

A23 und A20

Damit die Tornescher nicht im Stau stehen, sobald sie die Ortsgrenze überschreiten, setzen wir uns als CDU Tornesch auch für Infrastrukturprojekte von überregionaler Bedeutung ein. Dazu gehören der dreispurige Ausbau der A23 und die Fertigstellung der A20.

Nahezu jeden Morgen staut es sich auf der A23 in Richtung Hamburg. Das hat auch die CDU-geführte Bundesregierung erkannt und den dreispurigen Ausbau der A23 zwischen Tornesch und Eidelstedt in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen. Mit der konkreten Planung wird jedoch vermutlich erst 2021 begonnen werden, wenn die Zuständigkeit der Planung vom Land auf eine neu zu gründende Infrastrukturgesellschaft des Bundes wechseln wird. Nähere Informationen finden Sie hier.

Die A20 wird seit 1992 gebaut. Sie soll eines Tages von Stettin über Lübeck und unter die Elbe bei Glückstadt bis nach Westerhede in Niedersachsen führen und damit eine attraktive Querverbindung durch Schleswig-Holstein schaffen und den Elbtunnel in Hamburg entlasten. Gegenwärtig endet die Autobahn östlich von Bad Segeberg. 73 von 112 Autobahnkilometern sind in Schleswig-Holstein noch zu bauen. Zuletzt hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im November 2018 die bisherigen Planungen für das 20 km lange Teilstück von der A7 bis Wittenborn im Kreis Segeberg wegen fehlender Artenschutzprüfungen gekippt. Folglich wird die A20 in Bad Segeberg erst im Jahr 2022 weitergebaut und in ihrer gesamten Länge vermutlich erst 2029 fertiggestellt werden. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich inklusive des neu geplanten Elbtunnels bei Glückstadt auf etwa 2,2 Milliarden Euro.

Straßen

Das haben wir bereits erreicht:

  • Der Planfeststellungsbeschluss für die K22 ist gefasst.
  • Die Ahrenloher Straße wurde saniert.
  • Mit unserer Stellplatzsatzung werden bei Neubauten zukünftig ausreichend Parkplätze geschaffen.
  • Der dreispurige Ausbau der A23 hat es in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes geschafft.